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Kontakt

Alexandra Brylok
Referentin
Soziales und Projekte

Tel.: 0351 8070151
Mobil.: 0171 8670121
Fax: 0351 8070159
E-Mail: brylok@vswg.de


Peter Buchmann
Fachausschuss-
vorsitzender Altenhilfe
der Liga der Freien
Wohlfahrtspflege Sachsen

Tel.: 034205 2014-380
Fax: 0351 847045-40
E-Mail: peter.buchmann
@awo-sachsen.de

Mehrgenerationenrichtlinien

Gefördert werden:

1.1 Investive Maßnahmen des barrierereduzierenden Bauens zum Umbau von Wohnungen in bestehenden Gebäuden

Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

  • Einbau von bedarfsgerechten und gebäudespezifisch geeigneten Aufzügen,
  • Veränderungen von Wohnungsgrundrissen,
  • Schaffung von Gemeinschaftsräumen im Wohngebäude, zum Beispiel für eine Nutzung als Familien- und Begegnungszentrum,
  • Anbau neuen bzw. Erweiterung vorhandener Balkone,
  • Einbau von Notrufanlagen, Wechselsprechanlagen und automatischen Türöffnern,
  • bauliche Veränderungen im Sanitär- und Küchenbereich,
  • Anpassen der Schalter für elektrische Anlagen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Licht und Jalousien,
  • Anpassung von Türen und das Entfernen von Schwellen und Treppen,
  • Schaffung von Rollstuhl- und Kinderwagenabstellplätzen,
  • Schaffung geeigneter Zugänge zu Gebäuden, Wohnungen und Nebenräumen, wie Keller und gemeinschaftlich genutzte Räume,
  • Anpassen des unmittelbaren Wohnumfeldes, wie z. B. Schaffung von Kinderspielbereichen und Begegnungsflächen.
  • Ein Fördervorhaben muss mindestens drei der genannten Einzelmaßnahmen beinhalten.

alternativ zu den Maßnahmen nach Ziff. 1.1

1.2 Maßnahmen des barrierefreien Bauens zum Umbau von Wohnungen oder zur Errichtung von Wohnungen in bestehenden Gebäuden gemäß DIN 18040-2

Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

  • Herstellung barrierefrei nutzbarer Wohnungen gemäß. Nr. 5 DIN 18040-2,
  • Herstellung der Barrierefreiheit von Sanitärräumen gemäß Nr. 5.5 DIN 18040-2,
  • Herstellung der Barrierefreiheit von Geschossen gemäß DIN 18040-2 außerhalb der Wohnungen.

Gefördert werden Maßnahmen des barrierefreien Bauens zum Umbau von Wohnungen oder zur Errichtung von Wohnungen in bestehenden Gebäuden gemäß DIN 18040-2, soweit diese gemäß der Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Liste der eingeführten Technischen Baubestimmungen vom 12. April 2012 (SächsABl. SDr. S. 162) bauaufsichtlich eingeführt wurde. Zusätzlich sind Maßnahmen gemäß den nicht bauaufsichtlich eingeführten Teilen der DIN 18040-2 förderfähig, soweit sie zusammen mit den Maßnahmen nach Satz 1 durchgeführt werden.

Die bestehenden Gebäude können vor der Durchführung der geförderten Baumaßnahmen für andere als Wohnzwecke genutzt worden sein.
Im Ausnahmefall ist mit Zustimmung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern eine Förderung der Mehrkosten von barrierefreien Neubauten zum städtebaulich sinnvollen Lückenschluss oder der Beseitigung von Brachflächen möglich.

Gegenstand der Förderung können nur Baumaßnahmen sein, die über die Anforderungen der Sächsischen Bauordnung, in der jeweils gültigen Fassung, für Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen (§ 50 Absatz 1 SächsBO) hinausgehen.

Es können nur Wohnungen gefördert werden, welche bereits barrierefrei entsprechend DIN 18040-2 erreichbar sind oder hierfür eine entsprechende Förderung beantragt ist.

1.3 Weitere Informationen zum Förderprogramm

Eine Kumulierung von barrierereduzierenden und barrierefreien Maßnahmen in einem Vorhaben ist zulässig. Dabei sind die Maßnahmen des barrierefreien Bauens und barrierereduzierten Bauens zu trennen (Maßnahmen- und Kostentrennung). So kann z. B. für eine Wohnung entweder der barrierefreie Umbau oder die genannten Maßnahmen zur Barrierereduzierung gefördert werden.

Zuwendungsempfänger ist der Eigentümer

  • eines Grundstücks mit bestehendem Wohngebäude oder
  • einer oder mehrerer Wohnungen in einem bestehenden Wohngebäude oder
  • eines Grundstücks, das mit einem Gebäude bebaut ist, welches zum Wohngebäude umgebaut werden soll oder
  • eines Grundstücks, das mit einem Wohngebäude bebaut werden soll.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Das zinsgünstige Darlehen und der Zuschuss im Förderprogramm Mehrgenerationenwohnen stellen eine DAWI-De-minimis-Beihilfe dar.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.sab.sachsen.de.