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Verbände

Kontakt

Alexandra Brylok
Referentin
Soziales und Projekte

Tel.: 0351 8070151
Mobil.: 0171 8670121
Fax: 0351 8070159
E-Mail: brylok@vswg.de


Peter Buchmann
Fachausschuss-
vorsitzender Altenhilfe
der Liga der Freien
Wohlfahrtspflege Sachsen

Tel.: 034205 2014-380
Fax: 0351 847045-40
E-Mail: peter.buchmann
@awo-sachsen.de

"Nachbar ich brauch dich"

Standort

Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG
Friedrich-Ebert-Straße 63
04109 Leipzig

Kontaktdaten

  • Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG
    Herr Steffen Foede
    Friedrich-Ebert-Straße 63
    04109 Leipzig
    Telefon: 0341 42675-76
    Telefax: 0341 42675-22
    E-Mail: info@wg-unitas.de

Link

Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG

Projektdetails

Um den „Genossenschaftsgedanken“, die gegenseitige Hilfe, Achtung und Beachtung wieder stärker in den Hausgemeinschaften zum Tragen zu bringen, entwickelte die Wohnungsgenossenschaft UNITAS eG ein Instrument, welches die Kommunikation und gegenseitige Hilfe der Genossenschafter wieder aktivieren soll. Dieses Instrument ist die Generationen übergreifende Verständigungsinitiative „NACHBAR ICH BRAUCH DICH".

Ziel des Vorhabens war es, die wohnenden Gruppen und Generationen zu erreichen und den früher deutlich stärker gelebten Zusammenhalt in einer Hausgemeinschaft zu reaktivieren. Es sollen damit, die Vereinsamungstendenzen durch Kommunikation überwunden und der Austausch von „Leistungen“, in Form von gegenseitiger Hilfe angeregt werden.

Dabei bietet nicht die Genossenschaft die Leistungen an, sondern diese werden von den handelnden Personen, von den Genossenschaftern selbst im Rahmen von Nachbarschaftshilfe erbracht. Damit können auch Zuzüge eingebunden werden. Es kommt zur Kommunikation zwischen den Hausbewohnern. Die zum Teil angespannten Situationen in den Hausgemeinschaften sind damit zwar nicht beseitigt, diese können aber durch die gelebte Kommunikation abnehmen.

An diesem Projekt arbeiten neben den Teams der Bestandsverwaltung/Neuvermietung drei auf geringfügiger Basis beschäftigte Projektmitarbeiter, welche als Ansprechpartner in den einzelnen dezentralen Büros Anfragen betreuen. Ebenfalls sind die Projektmitarbeiter aktiv in der Bewerbung des Projektes eingebunden.

Dazu gehört die Teilnahme an Hausversammlungen, die Durchführung von Veranstaltungen oder die Kontaktaufnahme zu Mitgliedern der Genossenschaft. Als äußerst wichtig wird die aktive Einbindung der gewählten Vertreter bei der Umsetzung dieses Projektes bei den Mitgliedern angesehen. Das Prinzip stellt sich ganz einfach dar:

Nachbar X: passt auf die Kinder auf, hilft bei Hausaufgaben, gibt Ihrem Kind Klavierunterricht, bringt Ihr Kind zum Ballett.

Nachbar Y: hilft bei der Erledigung der Hausordnung, geht für Sie zur Apotheke, bringt einen Kasten Wasser aus dem Supermarkt mit.

Das Projekt hat in den letzten sechs Jahren dazu beigetragen, dass die Kommunikation in den Häusern wieder zugenommen hat. Ebenfalls werden Hilfen in nicht unerheblichem Maß vermittelt und organisiert. Entsprechende Gesuche und Angebote werden regelmäßig durch die Projektmitarbeiter abgeglichen. Verschiedene Mitglieder konnten damit länger in der Genossenschaft, also an ihrem angestammten Wohnort, mit allen sozialen Kontakten, verbleiben. In den regelmäßigen Treffen der Teams und Projektmitarbeiter wird sehr häufig darauf verwiesen, dass neben dieser „organisierten“ gegenseitigen Hilfe in vielen Objekten das Prinzip ohne die beschriebene Organisationshilfe mit wieder steigender Tendenz lebt. Dazu trugen auch regelmäßige Berichterstattungen im Genossenschaftsspiegel bei.